Es muss 1998 gewesen sein. Ich war 18, hatte gerade meine ersten Erfahrungen in Sachen Sex und danach keine ruhige Minute mehr. Es war Sommer, alle Frauen in meinem Freundeskreis trugen knappe Röcke, und ich hatte ein Problem. Das heißt, eigentlich hatte ich zwei Probleme: Sonja und Jenny. Ich war in beide verknallt. Und zum ersten Mal in meinem Leben stellte sich die Frage: Wie liebt man eigentlich zwei Frauen?Ist das Fremdgehen?
Die beiden waren Freundinnen. Ich wusste ich würde sie niemals Kennenlernen. Doch selbst wenn sie erreichbar gewesen wären, hätte ich mich für keine entscheiden können. Sie verkörperten beide auf ihre Art die perfekte Traumfrau für mich. Sonja war dunkelhaarig, ernst und neigte schon früh zu üppiger Weiblichkeit, Jenny war blond, spindeldürr, kess und kicherte viel. In meinen feuchten Träumen hatten sie beide ihren festen Platz, mal die eine, mal die andere und zeigten immer die erwünschte Wirkung. Das ging solange gut, bis sich die beiden zum ersten Mal gleichzeitig und zusammen in meinen Gedanken verirrten. Sonjas großer Busen hüpfte verführerisch, und Jenny kicherte lasziv. Sie näherten sich mir mit ihren riesigen Leibern, bis ich vor Schreck wach wurde. Ich musste dann das Bett frisch beziehen, und zum zweiten Mal in meinem Leben stellte sich mir die Frage: Zwei Frauen, funktioniert das eigentlich? Und wenn ja, wie?
Natürlich hatte ich nie eine Beziehung mit Sonja oder Jenny. Und schon gar nicht mit beiden. Wie das für einen Mann zu bewerkstelligen ist, dafür hatten nicht mal die nicht Seiten in der "FHM" eine Lösung parat. Und doch: Mein Leben war ab sofort um eine Fantasie reicher. Viel später, ich war inzwischen 27, volontierte ich bei einer Münchner Tageszeitung. Ich hatte mal längere, mal kürzere Beziehungen mit mal mehr, mal weniger attraktiven Mädchen. Wie das eben so ist, wenn man ein mehr oder weniger attraktiver junger Mann ist. Sonja und Jenny waren nur noch eine blasse Erinnerung, auch wenn sie nie ganz aus meinem Kopf verschwanden.
Da lernte ich Petra kennen. Sie war fünf Jahre älter als ich und kurz davor, ihr Studium als Deutschlehrerin zu beenden. Petra war meine große Liebe, mit Tränen und Herzschmerz und dem Glauben an die Unendlichkeit der Gefühle. Und sie war meine erste große sexuelle Herausforderung.Mein Liebhaber. Mit ihr machte ich, was zwischen zwei Menschen, die sich begehren, körperlich machbar ist.
Nach einem halben Jahr, das wir quasi ausschließlich zu zweit verbrachten, und in dem sie beinahe den Abschluss und ich das Volontariat versiebt hätten, träumte ich meinen alten Traum von Sonja und Jenny: Petra und ich hatten gerade Sex, was wir seit sechs Monaten eigentlich immer taten und waren zufrieden Arm in Arm eingeschlummert, als mir die beiden Frauen aus meiner Jugend erschienen und mich mit allem, was sie hatten, verführten: mit ihren zwei fordernden Mündern, vier blitzenden Augen, mit vier Beinen und Händen, vier Brüsten und zwei feuchten Unterleibern, in denen ich mich verlieren konnte. Ich schreckte hoch, neben mir schlief Petra, und ich wusste, dass mich dieser Traum nicht wieder loslassen würde. "Ich will mal zu dritt", flüsterte ich in die Dunkelheit hinein. Und Petra antwortete: "Ich werde sehen, was ich tun kann." Vielleicht gehen wir zu einen schönem Sexpartnerclub oder so?
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